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Kompetenzen ISC

Fraunhofer Allianz Nanotechnologie
 

Funktionalisierte Nanopartikel

Kugelförmige oxidische Nanopartikel sind im Größenbereich von 20 nm bis 500 nm über nasschemische und auch Wasser-basierende Verfahren herstellbar. Zur Einstellung von Brechzahl, Röntgenabsorbtion ist eine Beschichtung mit Metalloxiden wie z.B. Zinn- oder Siliziumdioxid möglich, was einen schalenförmigen Partikelaufbau ermöglicht. Eine Oberflächenfunktionalisierung mit organischen Gruppen ist durch Silanisierung zur Verhinderung der Agglomeration ist möglich. Zur Herstellung von Pulvern werden industrienahe Verfahren angewendet.

Einsatzgebiete sind die Verwendung als Füllstoff in Nanokompositen, für Ankopplung von Biomolekülen für die Bioanalytik, als Wirkstoffträger und als Funktionsverbesserung in der Optik und Elektronik.

Bild: SnO2-Schale - SiO2-Kern-Partikel

GKA-Veröffentlichung hierzu als PDF-Datei (300 KB)

 

 

Funktionalisierte Nanopartikel

Nanoporöse SiO2-Hohlfasern

Als Ausgangsbasis für eine rein anorganische silicatische Hohlfaser bietet sich die ORMOCER®-Hohlfaser an , die über ein einfaches Spinnverfahren und UV Härtung hergestellt wird. Das in der Faser ausgebildete dreidimensionale anorganische Si-O-Si-Netzwerk bildet das Rückgrat für die spätere SiO2-Hohlfaser. Nach der Pyrolyse resultiert eine enge Porenradienverteilung im nm-Bereich (0,7 - 3 nm). Neben einer hohen spez. BET-Oberfläche bis 700 m2/g und einer Porosität bis 60 Volumenprozent weisen diese Fasern eine hohe Festigkeit von bis zu 100 MPa und eine relativ hohe Biegsamkeit auf.

Die in Frage kommenden Applikationsfelder der neuen SiO2-Hohlfasern reichen vom Einsatz zur Stofftrennung in der Ultrafiltration bis zur Trennung von Gasen auch bei höheren Temperaturen (bis 400 °C).

Bild: SiO2-Hohlfaser hergestellt durch Pyrolyse einer ORMOCER®-Hohlfaser

 

 

SiO2-Hohlfaser hergestellt durch Pyrolyse einer ORMOCER®-Hohlfaser

Antireflexbeschichtung

Beim Durchgang von Licht durch eine Glasscheibe erleidet es aufgrund der stark unterschiedlichen Brechzahlen von Glas und Luft ein Transmissionsverlust von etwa acht Prozent. Durch das Aufbringen einer Antireflexschicht auf beiden Seiten des Glases kann die Reflexion deutlich vermindert und damit der Transmissionsgrad signifikant erhöht werden.

Um eine optimale Reflexionsverminderung über das gesamte sichtbare Spektrum zu erhalten, wird eine Antireflexschicht mit einem Brechzahl von 1,23 aufgetragen. Siliziumdioxid (SiO2) mit nanoskaliger Porosität um 50 Prozent ist ein Material, das diese Bedingungen erfüllt. Mittels eines nasschemischen Beschichtungsverfahren werden großtechnisch Nanoschichten im Bereich von 150 nm Schichtdicke mit Porenstrukturen aufgetragen.

Bild: Antireflexbeschichtung im Vergleich mit unbeschichtetem Glas (ganz oben)

 

 

Antireflexbeschichtung im Vergleich mit unbeschichtetem Glas

Interferenzfilter

Über ein Sol-Gel-Verfahren werden TiO2-Schichten hergestellt, durch das sich Einfachschichtdicken bis zu 300 nm herstellen lassen. Das Material zeigt sehr gute Haftung auf allen untersuchten Substraten (Glas, Metalle, Si). Die Schichten sind von exzellenter optischer Qualität und die TiO2-Partikel haben eine Größe von 20 nm. Das Verfahren wird von der Industrie zur Herstellung von Interferenzfiltern verwendet.

Bild: Interferenzfilter

 

 

Interferenzfilter


Mikroelektronik

Hybrid-Materialien wurden für den Aufbau von Mehrlagen-Schaltungen zur optischen und elektrischen Signalführung und von diffraktiv/refraktiv optischen Elementen mittels mikro- und nano-technologische Prozesse für optische Signale eingesetzt.

In diesem Verfahren wird das ORMOCER®-Harz gegen eine auf der Unterseite als Prägestempel modifizierte Maske gepresst. Das niedrig viskose Verhalten der Harze ermöglicht eine äußerst kostengünstige Fertigung (Nano-Strukturierung) von diffraktiven/refraktiven Elementen sowie Prismen/Mikrolinsen auf Wafern. Mit Lithographie-Masken, die zudem Prägestrukturen enthalten, sind neuartige, nano-aufgelöste Fertigungen möglich.

Bild: Mit Lithographie-Masken erzeugte Nano-Strukturen auf ORMOCER®-Harz

 

 

Nano-Strukturen auf ORMOCER®-Harz

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